Die Schülerinnen und Schüler der Acker-AG unter der Leitung von Frau Helm präsentieren stolz ihre diesjährige Ernte.

 

 

 

 

 

Junges Gemüse feiert Erntedank
Das von Bundeskanzlerin Merkel ausgezeichnete Projekt GemüseAckerdemie feiert Erntdankfest an der Realschule Erftstadt-Lechenich

Erftstadt/Erkelenz, 01.10.2014: Mit Stolz präsentierten die Kinder der Realschule Erftstadt-Lechenich beim gestrigen Erntedankfestes ihre letzte Ernte. Im Zeitraum von Mai bis Oktober haben über 50 Schülerinnen und Schüler einmal pro Woche mit Begeisterung gesät, gehackt, geerntet und vor allen Dingen viel über gesunde Nahrungsmittel und deren Anbauweise gelernt. Wo? In der GemüseAckerdemie - einem innovativen Schulgartenkonzept. Gemeinsam mit Landwirt Degenhard Neisse und der Lehrerin Sabrina Schäfers hat der Verein Ackerdemia das Projekt in unmittelbarer Nähe der Schule möglich gemacht.

Die AG


Dr. Christoph Schmitz, Wissenschaftler und selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat das Konzept entworfen. "Die Kinder werden in der GemüseAckerdemie auf praxisnahe und spielerische Weise an das Thema Nahrungsmittelproduktion herangeführt. Ziel ist es, dass sie dadurch bewusster mit Lebensmitteln umgehen, weniger wegwerfen und sich gesünder ernähren.", erklärt der promovierte Agrarökonom. Die GemüseAckerdemie läuft derzeit an sechs Schulen in Nordrhein-Westfalen und Berlin-Brandenburg und wurde erst kürzlich von Bundeskanzlerin Angela Merkel als Bundespreisträger des startsocial-Wettbewerbs ausgezeichnet.

 

Die Ernte

 

Schulleiter Thomas Weber ist stolz darauf mit seiner Schule zu den Pionieren der GemüseAckerdemie zu gehören. Er betont die "Begeisterung der Kinder für das Thema Landwirtschaft und den Mehrwert eines solchen außerschulischen Lernortes." Sein Ziel sei es, das Projekt nachhaltig an der Schule zu etablieren. "Mich fasziniert, welche Leidenschaft die Schüler bei der Arbeit auf dem Acker entwickelt haben und dass durch das Projekt auch die Eltern und das Umfeld der Kinder mit angesprochen werden", so der stellvertretende Landrat des Rhein-Erft Kreises Bernhard Ripp in seinem Grußwort. Er würde sich freuen, wenn zukünftig viele weitere Schulen der Region das Konzept anbieten. Die Initiatoren der GemüseAckerdemie sind für neue Projekte offen und möchten in Zukunft noch mehr Kinder für das Thema gesunde Nahrungsmittel und Landwirtschaft begeistern.

Das Fest

Über die GemüseAckerdemie:
Die GemüseAckerdemie ist ein schulbegleitendes und praxisorientiertes Bildungsprogramm. Träger des Projektes ist der gemeinützige Verein Ackerdemia e.V. Am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Gemüse lernen die Schüler landwirtschaftliches Basiswissen und entwickeln ein Verständnis für natürliche Wachstumsprozesse.

 

Das Fest


Derzeit nehmen in Nordrhein-Westfalen und Berlin/Brandenburg über 150 Kinder, aus 6 Schulen, im Alter von 8-14 Jahren an dem Projekt teil. Während der Anbausaison von März bis Oktober bauen die Schüler unter fachlicher und pädagogischer Anleitung bis zu 30 verschiedene Gemüsesorten auf den 150-500 m² großen Ackerflächen an. Durch die anschließende Vermarktung des Gemüses erhalten die Schüler erste Einblicke in marktwirtschaftliche Prozesse und lernen so die vollständige Produktionskette des Gemüseanbaus kennen. In der GemüseAckerdemie wird nicht nur praktisch gearbeitet, für die Wintermonate und Regentage gehören auch theoretische Unterrichtsmodule zum Konzept.

Mehr Informationen zur GemüseAckerdemie unter: www.ackerdemia.de
Mehr Informationen zur Auszeichnung durch die Bundeskanzlerin: http://ackerdemia.de/details/items/ehrung-durch-die-bundeskanzlerin-29.html